Ihre Stimme für Bayern

Der März 2026 ist in Bayern ein Superwahlmonat. Am 1. März 2026 finden die turnusgemäßen Pfarrgemeinderatswahlen statt, bereits eine Woche später, am 8. März 2026, die Kommunalwahlen. Als Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern möchte ich Sie ermutigen: Machen Sie an diesen beiden Sonntagen von Ihrem Stimmrecht Gebrauch! Demokratie lebt vom Mitmachen – in Kirche und Gesellschaft.
Wahlen sind nicht nur ein formaler Akt. Sie sind Ausdruck einer lebendigen Demokratie und der Verantwortung jedes Einzelnen in einer Gemeinschaft, sei es die Heimatpfarrei oder die politische Gemeinde, in der man lebt. Gerade in unserer Gegenwart, in der wir mannigfachen gesellschaftlichen Herausforderungen gegenüberstehen und in der demokratische Werte nicht mehr allerorten selbstverständlich sind, braucht es Menschen, die sich für Gemeinwohl, Solidarität und ein gutes Miteinander einsetzen, die Verantwortung übernehmen und die ihre Stimme erheben – sachlich- kompetent, überlegt und aus Überzeugung.
Die Pfarrgemeinderäte stehen für gelebte Mitverantwortung in unseren Kirchengemeinden. Sie gestalten Kirche vor Ort, sie vernetzen und wirken über den eigenen Kirchturm hinaus auf lokaler Ebene in die Gesellschaft hinein – stets auf Basis des Evangeliums und geprägt von ihrer biblisch-christlichen Sicht auf den Menschen. Wer hier wählt, stärkt eine Kirche, die zuhört, die beteiligt und die sich den Fragen unserer Zeit stellt.
Die Kommunalwahlen entscheiden über die Zukunft unserer Städte, Gemeinden und Landkreise. Die Herausforderungen sind groß: Es gibt Handlungsbedarf und offene Fragen in Bildung, Sozialem und Daseinsvorsorge, Wirtschaft, Energie und Infrastruktur und vielen anderen Bereichen. Deswegen brauchen wir für die kommunalen Gremien Menschen, die mit Umsicht und Mut die anstehenden Entscheidungen treffen, die ihre Kommunen weiterentwickeln.
Ich bitte Sie inständig: Prüfen Sie Ihre Wahlentscheidung sorgfältig. Unterstützen Sie Kandidatinnen und Kandidaten, die für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde eintreten. In der Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ (2024) machen die deutschen Bischöfe deutlich, dass rechtsextreme Parteien und Bewegungen für Christinnen und Christen „kein Ort ihrer politischen Betätigung sein [können] und auch nicht wählbar [sind]. Weiter heißt es in der Erklärung: „Die Verbreitung rechtsextremer Parolen – dazu gehören insbesondere Rassismus und Antisemitismus – ist überdies mit einem haupt- oder ehrenamtlichen Dienst in der Kirche unvereinbar.“ Daran wollen wir als Landeskomitee in den Wochen vor den beiden Wahlen erinnern. Machen wir im März unser Kreuz – für Respekt, Dialog und Solidarität und gegen Ausgrenzung, Populismus und Gleichgültigkeit!
Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie braucht kontinuierliches Engagement. Sie braucht Haltung. Sie braucht Beteiligung. Und sie braucht Ihre Stimme.
Christian Gärtner, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern